Dränagewasser und Oberflächengewässer

Dränagegewässer

Aus 16 Dränagen, die jeweils nur einen Schlag entwässern, wurden über Winter langjährig Wasserproben entnommen. Finden im Bodenraum unter der Dräntiefe keine Umsetzungsprozesse mehr statt, repräsentieren die Dränagewässer die Sickerwasserqualität unter der jeweiligen Fläche. Auch hier wurde wieder angestrebt, eine möglichst langjährige Beprobungsreihe zu erstellen, um die Entwicklung der Sickerwasserqualität über Fruchtfolgen und Nutzungsänderungen verfolgen zu können. Je nach Sickerwasseranfall wurden die Dränagen über Winter an fünf bis sechs Terminen aufgesucht. Manche Dränagen liefern durchgängig Wasser, andere nur zu Zeiten hoher Niederschläge. Die Dränage 1486 wurde im Winter 2022/2023 nicht beprobt, weil der Bachwasserspiegel im Bereich des Auslaufes durch Sedimentation über den Dränageauslauf angestiegen war. Eine qualifizierte Beprobung der Dränage war damit nicht möglich.

Die mittleren Nitratgehalte zeigten starke Unterschiede zwischen Grünlandnutzung (Mittel 27 mg NO3/l) und Ackernutzung (Mittel 49 mg NO3/l). Viele Grünlandflächen oder Flächen mit dauerhafter Grasnarbe zeigten über mehrere Jahre betrachtet gleichmäßig niedrige Nitratemissionen.

Kennwerte der Nitratbelastung der Dränagen im Vergleich (Mittelwerte [mg/l])kennwerte nitratbelastung

Die langjährige Beobachtung der Dränagewässerqualität macht die Effekte der Bewirtschaftung auf die Sickerwasserqualität sehr gut sichtbar, z. B.:

  • Auswirkungen von FV auf die Sickerwasserqualität,
  • Auswirkungen von Bewirtschaftungsintensivierungen (siehe z. B. PB 6292)
  • Auswirkungen von Bewirtschaftungsextensivierungen
  • Auswirkungen des Rapsanbaus (in der Regel niedrige Werte im Aussaatjahr, hohe Werte im Erntejahr)
  • Auswirkungen des Leguminosenanbaus (im Jahr des Anbaus und im Folgejahr, PB828 2021/2022 und 2022/2023)
  • Auswirkungen von Feldgrasumbruch und zwischenzeitliche Ackernutzung

 feldgras maisVerlauf der mittleren Nitratkonzentration im Dränagewasser in einer Feldgras-Mais-Fruchtfolge

Oberflächengewässer

Insgesamt wurden an 13 Stellen aus Oberflächengewässern in dem TGG Pöhlder Becken und dem WSG Wulften über Winter fünf bis sechs Beprobungen durchgeführt. Die Gewässerqualität wird systematisch schon seit 15 Jahren in Folge beobachtet. Die Oberflächengewässerqualität zeigt die mittleren diffusen Einträge an Nitrat im jeweiligen Einzugsgebiet und ist damit ein Indikator für die flächenhafte Entwicklung der Nitratemissionen.

Folgende weitere Aussagen lassen sich treffen:

  • Bei den Gewässern mit überwiegend landwirtschaftlichem Einzugsgebiet geht in der Regel im Frühwinter eine Nitratwelle durch die Gewässer, die im weiteren Verlauf niederschlagsabhängig variiert.
  • Die gemessenen Werte liegen seit 2015 zwischen 4 und 89 mg NO3/l.
  • Die Werte der Gewässer mit hohem Anteil landwirtschaftlicher Nutzung im Einzugsbereich sind als erhöht bzw. als hoch zu bezeichnen. Hier zeigt sich deutlich der Einfluss diffuser landwirtschaftlicher Einträge. Der Zusammenhang zwischen landwirtschaftlichem Nutzungsanteil und Nitratkonzentration im Gewässer ist jedoch statistisch nur gering abgesichert. Andere Faktoren, wie die Schüttung und der Grünlandanteil spielen ebenfalls eine große Rolle.
  • Die Sieber, deren Wasserführung hauptsächlich vom Harzeinzugsgebiet bestimmt wird, zeigte in der Vergangenheit einen gleichbleibenden Nitratverlauf und mit durchschnittlich 8 mg NO3/l die niedrigsten Werte. Allerdings wurden seit dem Dezember 2021 ungewöhnlich hohe Nitratwerte in der Sieber gemessen, die bis auf 35 mg/l im Winter 2022/2023 angestiegen sind. Hierfür sind sehr wahrscheinlich die starken Waldschäden und die folgende Mineralisation der organischen Auflage verantwortlich. Es bleibt abzuwarten, wann dieser Nitratschub wieder abnimmt. Versuche aus Bayern (WEIS, HUBER, GÖTTLEIN, 2008) legen nahe, dass die Nitratfreisetzung nach 4-5 Jahren wieder abnimmt. Hier sind allerdings auch nur kleinere Kahlflächen von ca. 1-2 Hektar untersucht worden.
  • Der Elbingeröder Bach mit größeren Anteilen landwirtschaftlich genutzter Fläche (71 %) liefert Wasser mit im Mittel 33 mg NO3/l in die Sieber. Der Hagentalbach mit nur 20 % landwirtschaftlicher Nutzung im Einzugsgebiet liefert Wasser mit im Mittel 22 mg NO3/l. Durch die im Vergleich geringen Wassermengen, dieser beiden Nebengewässer, steigt zwischen Hörden und Hattorf der Nitratgehalt in der Sieber um durchschnittlich (2015-2023) 2 auf 12 mg NO3/l an. Allerdings wird in den letzten zwei Jahren dieser Effekt völlig von den erhöhten Nitratwerten, die die Sieber aus dem Harzeinzugsgebiet mitbringt, überdeckt.
  • Im WSG Wulften erhöhen sich die Nitratgehalte im Hauptgewässer Hackenbach durch den Zulauf des Nebengewässers Rolandsgrund im Mittel nicht. Wahrscheinlich ist die Zuflussmenge vom Rolandsgrund zum Hackenbach nicht so hoch, dass sie im Hackenbach messbar ist. Dennoch ist die mittlere Belastung des Rolandsgrund mit 29 mg NO3/l hoch.
  • Die Beberquelle zeigt mit bis zu 89 mg NO3/l seit 2015 den höchsten Einzelwert und mit 47 mg NO3/l den höchsten Mittelwert. Im weiteren Verlauf findet eine Verdünnung durch Zuflüsse statt, so dass die Werte im Bereich „Beber Pöhlde“ deutlich niedriger sind. Trotzdem zeigen die Messpunkte an der Beber fast immer die höchsten gemessenen Werte der untersuchten Gewässer. Der Ursprung der hohen Nitratwerte der Beberquelle nur aus dem oberirdischen Einzugsgebiet ist unwahrscheinlich, da die meisten Flächen als Grünland oder Aufforstung genutzt werden. Es ist wahrscheinlich, dass die Belastungen aus einem größeren Einzugsgebiet stammen, das aber nach derzeitigem Kenntnisstand nicht genauer bestimmt werden kann.

Mittelwerte der Nitratbelastung der Oberflächengewässer 2015/2016-2022/2023mittelwert nitratbelastung

nitratbelastungAnteil landwirtschaftlicher Nutzung im Einzugsgebiet und mittlere Nitratbelastung 2015-2023 der untersuchten Oberflächengewässer

nitratgehalte sieberEntwicklung der Nitratgehalte in der Sieber

oberflaechengewaesser wulftenOberflächengewässer Raum Wulften, Hattorf, Elbingerode: Oberflächeneinzugsgebiete und Beprobungspunkte

beprobungspunkte beberBeprobungspunkte und Oberflächeneinzugsgebiete der Beber (Pöhlde/Königshagen)

 
  Aktuelles

22.06.2026

Rundschreiben 6/26

- Kooperationsversammlung
  2026
- Maßnahmenkatalog 2026/27
- Maßnahmenabschluss
- Wetterstationen Barbis und
  Pöhlde
- Zwischenfruchtanbau    
- Termine

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26.05.2026

Rundschreiben 5/26

- Stand der Kulturen
- Düngung 2026
- Ermittlung der optimalen
  N-Düngung
- Zwischenfruchtaussaat
  mittels Drohne
- Feldtag Wasserschutz LWK     Niedersachsen
- Düngeversuch 2026
- Termine

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04.05.2026

Rundschreiben 4/26

- Stand der Kulturen
- Düngung 2026
- Beratungsangebot zur
  N-Düngung
- Zwischenfruchtaussaat
  mittels Drohne
- ANDI-Antrag/
  Freiwillige Vereinbarungen
- Feldtag LWK  
  Niedersachsen
- Mechanische Beikraut-
  regulierung
- Termine

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13.04.2026

Rundschreiben 3/26

- 
Stand der Kulturen
- Düngemaßstrategien
- Düngemaßnahmen
- ANDI-Antrag
- Zwischenfruchtaussaat
  mittels Drohne
- Feldtag LWK Niedersachsen
- Bauernhof AG
- Mechanische Beikrautregulierung
- Termine

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23.03.2026

Rundschreiben 2/26

- 
Stand der Kulturen
- Frühjahrs Nmin-Werte
- Düngebedarfsermittlung 
  Sommerungen
- ANDI-Antrag
- ENNI-Meldung
- Zwischenfruchtaussaat
  mittels Drohne
- Gruppenberatung

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20.01.2026

Rundschreiben 1/26

- 
Stand der Kulturen
- Düngebedarfsermittlung
- Hoftor-/Stoffstrombilanz /   
  Betriebscheck
- ENNI-Meldung
- Ausblick auf das
  Beratungsjahr 2026

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10.12.2025

Rundschreiben 5/25

- das Beratungsjahr 2025
- Abschluss „Freiwilliger             Vereinbarungen“ 2025/26
- Abschluss „Freiwilliger     Vereinbarungen“ 2025
- Düngungsversuch im
  Winterweizen 2025
- Herbst Nmin
- Winterveranstaltung 2026

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11.09.2025

Einladung zur Maschinenvorführung einer
Alstrong Aerator Wiesenwalze
 

- Donnerstag, 11.09.2025
  um 14 Uhr
  Treffpunkt: Auemühle Pöhlde
  (Verlängerung der Straße „Am
  Schützenplatz“),
  (51°37'07.8"N 10°17'20.7"E)

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02.09.2025

Demoversuch Winterweizen 2025

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28.08.2025

Einladung zum Feldtag „Ergebnisse der Gewässerschutzberatung Kooperation Südharz“

- Donnerstag, 28.08.2025
  um 14 Uhr
  auf dem Parkplatz an der K7 
  zwischen Hattorf und Elbingerode

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27.06.2025

Rundschreiben 4/25

- Kooperationsversammlung 2025
- Grundwasserschonender       
   Pflanzenschutz
-. Zwischenfruchtanbau
- Freiwillige Vereinbarungen 2025/26
- Maßnahmenabschluss
- Gewässerschutzmaßnahmen 
  2025/26 Abgabefristen
- Feldtag 2025
-  Verschiedenes

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03.04.2025

Rundschreiben 3/25

- Stand der Kulturen
- Düngung
- ANDI-Antrag, GLÖZ,
  AUKM, Ökoregeln
- Kennartenkartierung ÖR5,
  GN56, GN58
- Freiwillige Vereinbarungen
- Gruppenberatung 2025

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10.03.2025

Rundschreiben 2/25

- Frühjahrs-Nmin 2024
- Stand der Kulturen
- Düngebedarfsermittlung
- Stoffstrombilanz/ENNI- 
  Meldung/ANDI-
  Antragstellung
- Gruppenberatung
- Vorführung Striegeleinsatz
- Verschiedenes

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31.01.2025

Rundschreiben 1/25

- Herbst-Nmin 2024
- Stand der Kulturen
- Düngebedarfsermittlung
- Stoffstrombilanz
- ENNI-Meldung
- Ausblick auf das Beratungsjahr 2025
- Verschiedenes

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20.01.2025

Einladung zur Informationsveranstaltung

- Donnerstag, 06.02.2025
  um 19:30 Uhr
  in der Gaststätte "Zum Schrägen", 
  Mühlenstraße 2, 37412 Herzberg

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05.12.2024

Rundschreiben 5/24

- Das Beratungsjahr 2024
- Zwischenfruchtanbau
- Abschluss FV
- Auszahlung FV
- Herbst-Nmin
-Verschiedenes

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16.09.2024

Einladung zum Feldbegehung
am 26.09.2024

Feldbegehung und Informationsveranstaltung zum Thema:
„Bodenfruchtbarkeit und Erosionsschutz"
Donnerstag, den 26.09.2024
um 14:30 Uhr
in 37434 Rhumspringe, Ellerhof 1,
auf dem Betrieb der Familie Eckermann.

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